Aussichten auf dem Arbeitsmarkt


Stadtplanerinnen und Stadtplaner mit hoher fachlicher Kompetenz werden sicher immer benötigt. Nachdem die Aufbauphase unserer Städte weitgehend beendet ist, kommt der Stadtplanung die Aufgabe zu, die Qualität unserer Lebensräume zu erhalten und zu verbessern. Vor dem Hintergrund der zumindest in einigen Teilen Deutschlands in Zukunft schrumpfenden Bevölkerung müssen neue Strategien entwickelt werden, das System der Stadt an neue Bedingungen anzupassen. So gibt es auch in Zukunft sowohl auf strategischer als auch auf gestalterisch-räumlicher Ebene lohnende Arbeitsfelder.

Für gehobene Positionen in Städten und Gemeinden ist das sogenannte Städtebaureferendariat wünschenswert. Hier bildet das Land nach dem Studium in einem zweijährigen Ausbildungsgang Fachbeamte aus. Allerdings hat die Zahl der Referendare in den letzten Jahren stark abgenommen. Die Fachverwaltungen der Kommunen wurden unter dem finanziellen Druck verschlankt, das heißt, dass hier weniger Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Dem steht gegenüber, dass vermehrt Aufgaben an private Büros vergeben werden. Dennoch wird auch weiterhin die Arbeit in Kommunen und Institutionen nötig bleiben, da ein Großteil der Abstimmungen und notwendigen Verwaltungsabläufe nicht ersetzt werden kann.

Stadtplaner haben ein breites Arbeitsfeld vor sich. Es empfiehlt sich, im Studium rechtzeitig die persönlichen Begabungen zu vertiefen und gleichzeitig Kontakt zur Planungspraxis, etwa durch Praktika, zu erhalten.